FAQ

Die FAQs enthalten relevante Informationen, um den gesamten Förderprozess erfolgreich durchzuführen.

Bitte lesen Sie diese aufmerksam und ziehen Sie die FAQs als erstes zu Rate, wenn im Prozess Fragen aufkommen.
Sollten Fragen entstehen, die nicht beantwortet werden, wenden Sie sich bitte per Mail an reconnect at diehl-ritter dot de.

 

FÖRDERPROGRAMM TANZPAKT RECONNECT

Was ist die Förderform und Finanzierungsart des Zuwendungsvertrags von TANZPAKT RECONNECT?

Die Förderempfänger:innen erhalten eine Projektförderung zur Umsetzung ihrer Maßnahme. Hierbei handelt es sich um eine Festbetragsfinanzierung.
Ein Eigenanteil von 10% ist Voraussetzung für eine Förderung. Dieser Eigenanteil kann durch zweckgebundene Zuwendungen Dritter, Eigenmittel sowie unbare Leistungen (unbare Sach- und/oder Personalleistungen) eingebracht werden, sofern sie in nachvollziehbarer Weise der Maßnahme zuzuordnen sind.

 

UNBARE EIGENLEISTUNGEN

Was sind unbare Eigenleistungen?

Unbare Eigenleistungen sind immer Leistungen, bei denen kein Geld fließt. Diese unbaren Eigenleistungen müssen projektbezogen im Projektzeitraum erbracht und im Verwendungsnachweis entsprechend nachgewiesen werden.

Beispiele für unbare Eigenleistungen:

  • Honorare für Leistungen, die in Form von unentgeltlicher Arbeit im Rahmen des Projekts erbracht werden
  • Sachmittel, die aus dem Bestand dem Projekt zur Verfügung gestellt werden

Leistungen, bei denen Geld fließt, können nicht als unbare Eigenleistungen eingebracht werden. Derartige Leistungen werden im Finanzierungsplan im Rahmen der Einzelpositionen mit aufgeführt.

Beispiel: Die KSK-Abgabe soll unbar erbracht werden. Das ist nicht möglich, da die KSK-Abgabe real gezahlt wird. In diesem Fall muss der nötige Betrag zum Begleichen der KSK-Abgabe in das Projekt als bare Eigenmittel eingebracht werden. Gleichzeitig wird die KSK-Abgabe als Einzelposition im Finanzierungsplan geführt.

Wie berechne ich unbare Leistungen?

Um unbare Eigenleistungen einzubringen und im Verwendungsnachweis darzulegen, benötigen Sie eine Berechnungsgrundlage. Für Personalkosten ist diese durch die BKM vorgegeben, bei Sachmitteln gestaltet es sich etwas komplizierter.

Personalkosten

  • Die Berechnung der unbaren Personalleistungen erfolgt immer auf der Berechnungsgrundlage von 15,- €/Stunde. Dies ist in den Regularien der Programme und in den Fördergrundsätzen der BKM so festgelegt und kann nicht verändert werden. Dies hat nicht zuletzt den Grund, dass alle Geförderten fair die gleiche Stundenlohngrundlage zur Berechnung nutzen. Bitte beachten Sie, dass der Stundensatz der effektiv gezahlten Honorare höher sein sollte (siehe „Empfehlung zur Honoraruntergrenze“ in den Regularien der Förderprogramme).
  • Für den Nachweis der unbaren Personalleistungen ist ein Stundenzettel zu führen, der von der leistenden Person zu unterschreiben ist und mit dem Verwendungsnachweis bei DIEHL+RITTER eingereicht werden muss. Die Höhe der unbaren Personalleistungen darf die Summe von insgesamt 10.000,- € nicht übersteigen!

Wichtig! Achten sie bei Verträgen mit Personen, denen ein Honorar gezahlt wird und die zusätzlich unbare Personalleistungen in das Projekt einbringen, darauf, dass Sie Vereinbarungen über die tatsächlich zu zahlenden Honorare treffen. Die unbaren Personalleistungen können nicht Teil von Honorarvereinbarungen sein.

Sachmittel

Wenn Sie Sachmittel (Gegenstände oder Materialien) unbar einbringen wollen, müssen Sie Kontakt mit DIEHL+RITTER aufnehmen, um die Möglichkeit und Einzelheiten zu klären.

Sachmittel: Mietkosten (z.B. Proberäume)

Um Mietkosten unbar einzubringen, reicht ein Mietvertrag, der die Mietkosten nachweist. Allerdings ist es auch hier nur möglich, die Kosten einzubringen, die dem Projekt zuzuordnen sind. Sollte z.B. ein Proberaum auch von anderen Künstler:innen genutzt werden, können nur die Mietkosten für den Zeitraum eingebracht werden, in dem das geförderte Projekt in diesem Raum tätig ist. Ggf. müssen Sie also einen Stundenpreis aus dem Monatsmietpreis berechnen, damit Sie die dem Projekt zuzuordnenden Kosten berechnen können.

Unbare Leistungen von Veranstaltungsorten oder Kooperationspartner:innen

Sollte eine kooperierende Institution unbare Leistungen in das Projekt einbringen, reicht als Nachweis ein offizielles Schreiben der Geschäftsführung der entsprechenden Institution, in dem ein Gegenwert in Euro angegeben wird, der der Leistung entspricht.

Beispiel: „Hiermit bestätigen wir, dass wir dem Projekt „Projektname“ Probenräume für einen Zeitraum von X Wochen zur Verfügung stellen. Dies entspricht einem Gegenwert von X€.“

 


AUSZAHLUNG UND VERAUSGABUNG DER FÖRDERMITTEL

Muss ich ein Projektkonto für die Förderung einrichten?

  • Für die administrative Abwicklung der Projektförderung müssen Sie ein gesondertes Projektkonto bei einer Bank führen, über welches sämtliche Ausgaben und Einnahmen, die im Rahmen des Projekts entstehen, laufen.
  • Das Konto muss auf den Namen des/der Antragsteller:in eingerichtet werden.
  • Dieses Konto muss kein ausgewiesenes Geschäftskonto sein. Es muss aber ein Konto sein, das getrennt von privaten Transaktionen (z.B. Einkäufen im Supermarkt) ist. DIEHL+RITTER überweist nicht an Konten, auf denen auch private Bewegungen stattfinden.
  • Ein einfaches Girokonto für die Fördergelder reicht aus.

Wichtig! Die im Antrag angegebenen Eigenmittel und Drittmittel müssen auf dieses Projektkonto eingezahlt werden!

Warum ist ein Auszahlungsplan notwendig und wie fülle ich ihn aus?

  • Der Auszahlungsplan ist Bestandteil des Vertrags und stellt eine wichtige Planungsgrundlage für den Gesamtmittelabruf aller RECONNECT-Projekte, den DIEHL+RITTER beim Bund stellen muss, dar.
  • In den ersten Zeilen des Auszahlungsplans sind die Projektinformationen und in Zeile 12 die korrekte Fördersumme, die in der Förderzusage kommuniziert wurde, einzutragen.
  • Der Einbehalt i.H.v. 5% der Fördersumme wird in der Tabelle automatisch berechnet. Der Einbehalt wird erst mit Abschluss des Projekts und nach der Prüfung des Endverwendungsnachweises überwiesen.
  • Für die Verteilung der abrufbaren Fördermittel auf die einzelnen Monate steht die Fördersumme abzüglich des Einbehalts zur Verfügung. In der letzten Zeile wird automatisch die Summe aller Mittelabrufe und des Einbehalts berechnet. Diese Prüfsumme muss der Fördersumme entsprechen.
  • Die Verteilung der Mittelabrufe auf die Projektlaufzeit ist frei wählbar und sollte den im Finanzierungsplan kalkulierten Ausgaben im jeweiligen Kalenderjahr entsprechen, um die Liquidität des Projekts zu sichern.
  • Im Laufe der Projektlaufzeit ist der Auszahlungsplan kontinuierlich zu überarbeiten und dient dem Projekt zur Planung der Liquidität. Anfallende Rückzahlungen nicht verbrauchter Mittel werden im Auszahlungsplan dokumentiert und die zur Verfügung stehenden Mittel automatisch berechnet.

Wichtig! Änderungen im Auszahlungsplan müssen DIEHL+RITTER nicht mitgeteilt werden. Die Auszahlung der Mittel erfolgt über die eingegangenen Mittelabrufformulare.

Wie erhalte ich die Fördermittel?

Die Auszahlung der Fördermittel zum 1. des Monats wird jeweils am 15. des Vormonats für den Folgemonat anhand des unterschriebenen Mittelabrufformulars beantragt. Das Formular ist unterschrieben als PDF per Mail an reconnect at diehl-ritter dot de einzureichen.
Die Mittel werden im laufenden Projekt immer zum 1. Arbeitstag des Monats ausbezahlt.

Wie lange kann ich die Mittel ausgeben?

  • Für jede Rate, die Sie erhalten, gilt die 5-Wochen-Frist zur Verausgabung. Innerhalb dieser Zeit müssen Sie die RECONNECT-Mittel ausgegeben haben.
  • Die Rückzahlung von nicht innerhalb von fünf Wochen verbrauchter Mittel ist bis zum 5. des Folgemonats zu tätigen. Die Rückzahlung ist auf folgendes Konto zu überweisen: DIEHL+RITTER, IBAN DE61 4306 0967 1128 1071 01, BIC GENODEM1GLS; im Verwendungszweck ist unbedingt die Projektnummer anzugeben.
  • Sobald das Geld auf dem Konto von DIEHL+RITTER eingetroffen ist, wird die Rückzahlung bei DIEHL+RITTER als Eingang verbucht. Anschließend können Sie die gutgeschriebenen Mittel mit einer nächsten Rate erneut abrufen.
  • Für die Planung der Liquidität empfehlen wir die laufende Aktualisierung des Auszahlungsplans, in der auch die Rückzahlungen eingetragen werden.

Wichtig! Wenn Sie die 5-Wochen-Frist nicht einhalten können und die Mittel nicht zurücküberweisen, werden für den Restbetrag ab der Rückzahlungsfrist Zinsen in Höhe von aktuell 6,4% fällig, die möglicherweise im Rahmen der Verwendungsnachweisprüfung von Ihnen beglichen werden müssen.

Was bedeutet Zahlungseinbehalt?

Die Fördermittel können nur zu 95 % während der Projektlaufzeit abgerufen werden. Der Zahlungseinbehalt i. H. v. 5 % der Fördersumme wird nach Abschluss des Projekts und nach der Prüfung des Endverwendungsnachweises ausbezahlt und ggf. mit etwaigen Rückforderungen verrechnet.

Im Verwendungsnachweis bitten wir die exakten Ausgaben einzutragen, die mit dem Einbehalt getätigt werden sollen. Im Feld „Datum“ bitten wir, „Einbehalt“ einzutragen. Die Auslagen können dann mit dem Erhalt des Einbehalts ausgeglichen werden.

Wichtig! Die Leistung, die mit dem Einbehalt entgolten wird, muss im Projektzeitraum erbracht worden sein und durch einen Beleg nachweisbar sein.

Welche Änderungen im Projektverlauf muss ich mitteilen?

Alle Änderungen des Projektkonzepts oder des Projekttitels, eine neue Bankverbindung sowie grundlegende Veränderungen im Finanzierungsplan müssen schriftlich per Mail beantragt und von DIEHL+RITTER ausdrücklich genehmigt werden. Gleichzeitig muss ein aktualisierter Finanzierungsplan per Mail eingereicht werden falls es zu Änderungen von mehr als 20 % in einer Hauptposition (z. B. „1. Personalkosten“ etc.) kommt.
Bitte reichen Sie zu jeder Abweichung eine (rechnerisch) nachvollziehbare Begründung zu der Abweichung ein. Ansonsten ist eine Bewilligung nicht möglich.

Was bedeutet aktualisierter Finanzierungsplan?

Beachten Sie bei der Aktualisierung des Finanzierungsplans folgende Punkte:

  • Bitte nutzen Sie ausschließlich die Vorlage von DIEHL+RITTER, welche Sie bereits zur Antragsstellung und zum Vertragsabschluss verwendet haben.
  • Prüfen Sie genau, ob der Finanzierungsplan weiterhin ausgeglichen ist, sich also die Einnahmen und Ausgaben jeweils pro Kalenderjahr im Plan decken. Wenn Sie unbare Eigenmittel (Sachkosten oder Personalleistungen) einbringen, prüfen Sie bitte, ob diese sowohl auf der Ausgaben- als auch auf der Einnahmenseite korrespondierend eingetragen wurden. Bitte beachten Sie den Maximalbetrag von EUR 10.000,- für unbare Personalleistungen.

Wie begründe ich Änderungen im Finanzierungsplan nachvollziehbar?

Um Veränderungen im Finanzierungsplan nachvollziehbar zu machen, ist es wichtig, eine Begründung im Hinblick auf die erfolgreiche Durchführung des Projekts zu formulieren. Je klarer diese Begründung formuliert ist, desto einfacher ist im Zuge einer möglichen Tiefenprüfung nachzuvollziehen, warum bestimmte Änderungen nötig waren.

Beispiele für nicht ausreichende bzw. nicht nachvollziehbare Begründungen:

  • Der Posten „Grafik“ ist neu hinzugekommen.
  • Der Posten wurde um X€ verringert.

Beispiele für nachvollziehbare Begründungen:

  • Da wir die Möglichkeit haben, das Projekt nun doch einem Live-Publikum vorzustellen, möchten wir gerne Werbemaßnahmen ergreifen, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Daher planen wir eine:n Grafiker:in zur Plakatgestaltung und ein Budget zur Plakathängung im Stadtraum.
  • Im Probenprozess hat sich herausgestellt, dass die technischen Anforderungen geringer ausfallen und wir auf bereits vorhandenes Material zurückgreifen können, daher konnten in diesem Posten Einsparungen vorgenommen werden.

 

VERSCHIEDENE ABRECHNUNGSRICHTLINIEN

Wie müssen die Belege aussehen?

Die Belege müssen die im Geschäftsverkehr üblichen Angaben und Anlagen enthalten.

Ausgabebelege über 250,- € müssen insbesondere enthalten:

  • Rechnungsempfänger:in
  • Zahlungsempfänger:in/die leistende Person bzw. Firma inkl. der Steuernummer
  • Rechnungsdatum
  • Rechnungsnummer
  • Leistungsbeschreibung bzw. Auflistung der Waren und Mengen
  • Leistungs- bzw. Lieferzeitpunkt
  • Nettorechnungsbetrag
  • Betrag und Prozentsatz der enthaltenen USt bzw. Hinweis auf USt-Befreiung etc.
  • Bruttorechnungsbetrag

Rechnungen unter 250,- € (Kleinbetragsrechnungen) benötigen folgende Angaben:

  • Zahlungsempfänger:in/die leistende Person bzw. Firma inkl. der Steuernummer
  • Rechnungsdatum
  • Leistungsbeschreibung bzw. Auflistung der Waren und Mengen
  • Betrag und Prozentsatz der enthaltenen USt bzw. Hinweis auf USt-Befreiung etc.
  • Bruttorechnungsbetrag

Außerdem müssen die Belege ein eindeutiges Zuordnungsmerkmal zum Projekt (z.B. Projektnummer oder Projekttitel) enthalten, soweit nicht anderweitig eine eindeutige Zuordnung zum Projekt aus ihnen hervorgeht.

Bei Ausgaben, die nicht direkt über das Projektkonto bezahlt wurden und die an die Person, die die Zahlung ausgelegt hat, erstattet werden sollen, wird der Auslagenerstattung zusätzlich der Zahlungsbeleg (Kopie der Überweisung, Kontoauszug, Kreditkartenabrechnung) hinzugefügt.

Achtung! Unvollständige Quittungen, Screenshots, Bestellbestätigungen oder Email-Verkehr sind keine ordnungsgemäßen Belege und werden im Rahmen der Prüfung des Verwendungsnachweises abgelehnt.

Wie weise ich Honorarzahlungen nach?

Für Honorarbelege gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Zahlung nachzuweisen:

  • Rechnung des/der Künstler:in + Kontobeleg der Überweisung ... oder
  • Vertrag zwischen Künstler:in + Kontobeleg der Überweisung … oder
  • Vertrag zwischen Künstler:in + Barquittung Künstler:in + Kontobeleg der Barentnahme

Bitte achten Sie bei Überweisungen darauf, dass der Betreff richtig ausgewiesen ist, z.B. „Honorar Vorname Nachname, Bühnenbild Projektname, Belegnummer XY“.

Wie weise ich Gehaltszahlungen nach?

Als Beleg für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte müssen alle Unterlagen aus der Personalbuchhaltung, die mit Zahlungen von Gehältern, Sozialversicherungsabgaben, Abgaben zu Versicherungen usw. verbunden sind, vorgehalten werden. Im zahlenmäßigen Nachweis sind die Auszahlungsbeträge an die Beschäftigten getrennt von den Zahlungen für die Lohnsteuer und zur Renten- und Sozialversicherung anzugeben.

Welche Reisekosten sind zuwendungsfähig und wie weise ich sie korrekt nach?

Bitte berücksichtigen Sie bei allen Reisen die Wahl der nachhaltigsten, wirtschaftlichsten und sparsamsten Reiseverbindung und prüfen Sie das Bundesreisekostengesetz, das die Berechnungsgrundlagen für alle im Finanzierungsplan kalkulierten Reisen vorschreibt, sowie die Umsetzung des „Klimaschutzprogramms 2030 “ im Bundesreisekostengesetz.

Bahn- und Busfahrten

Bitte nutzen Sie bevorzugt Bahntickets 2. Klasse (siehe Bundesreisekostengesetz).

  • Bahntickets im Original mit Zangenabdruck
  • Bei digitalen Tickets: PDF, bei dem Reisedatum, Reisende:r und Preis ersichtlich sind

Fahrten mit dem privaten PKW

  • Für Fahrten mit dem privaten PKW gilt eine Kilometerpauschale von 0,20 €. Dabei dürfen die Kosten für die gesamte Strecke einer Dienstreise (Hin- und Rückweg) 130,- € nicht übersteigen. Sollten Sie eine Strecke über 650 km zurücklegen, können Sie für diese Strecke trotzdem nur 130,- € abrechnen.
  • Für alle Fahrten benötigen Sie als Nachweis einen ausgedruckten Routenplan, der die Strecke in km nachvollziehbar macht.
  • Bei mehrmaligen Fahrten ist ein Fahrtenbuch zu führen.
  • Benzinquittungen für Fahrten mit dem privaten PKW sind nicht zuwendungsfähig.

Taxifahrten

Taxifahrten sind nur in begründeten Ausnahmefällen zuwendungsfähig. Legen Sie einer Taxiquittung daher immer einen Vermerk bei, in welchem Sie begründen, warum die Taxifahrt zwingend nötig war und eine Fahrt mit dem ÖPNV unmöglich. Schlechtes Wetter und/oder Ortsunkenntnis sind keine zwingenden Gründe.

Reisen mit dem Flugzeug

Reisen mit dem Flugzeug sind ebenfalls nur in begründeten Ausnahmefällen zuwendungsfähig. Machen Sie in einem Vermerk nachvollziehbar, dass die Flugreise günstiger war, als eine Bahnreise und/oder warum der Flug zwingend nötig war.
Zur Abrechnung/als Nachweis wird benötigt:

  • Boarding Pass bzw. Screenshot des digitalen Boarding Passes
  • Rechnung für das Flugticket

Hotelkosten

Übernachtungen im Hotel dürfen nicht mehr als 70,- € inklusive Mehrwertsteuer betragen.

Wichtig! Zusatzversicherungen, wie z.B. eine Reiserücktrittsversicherung, sind nicht zuwendungsfähig und können nicht erstattet werden.

Tagegelder

Die Tagegelder müssen sich im Rahmen des Bundereisekostengesetzes bewegen. Die Sätze in Deutschland lauten:

  • 28,- € für volle Tage
  • 14,- € ab 8 Stunden Abwesenheit vom Wohnort

Erhalten Dienstreisende unentgeltlich Verpflegung, werden von dem zustehenden Tagegeld folgende Sätze abgezogen:

  • Frühstück: 20 Prozent (5,60 Euro)
  • Mittagessen: 40 Prozent (11,20 Euro)
  • Abendessen: 40 Prozent (11,20 Euro)

Zur Abrechnung von Reisekosten und Tagegeldern können Sie das Muster mit hinterlegten Formeln nutzen.

Wie rechne ich Transportkosten ab?

Reine Materialtransporte unterliegen nicht dem Bundesreisekostengesetz. In diesen Fällen empfiehlt es sich, ein Mietauto zu nutzen und die Kosten hierfür abzurechnen.
Sollte keine Mietmöglichkeit bestehen, berechnen Sie die tatsächlichen Kosten für die Fahrt anhand eines Routenplaners und dem Durchschnittsverbrauch l/100km. Machen Sie diese Berechnung anhand eines Vermerks nachvollziehbar.

Wie weise ich Einkäufe von privaten Verkäufer:innen nach?

Kaufbelege für Sachkosten müssen mindestens folgende Angaben enthalten:

  • Datum
  • Preis
  • Warenbezeichnung

Wenn Sie auf Flohmärkten oder bei z.B. ebay Kleinanzeigen einkaufen, lassen Sie sich immer eine Quittung ausstellen. Es kann sinnvoll sein, einen Quittungsblock zu kaufen und diesen zur Hand zu haben.

Ein Screenshot von Bestellungen, Anzeigen und/oder der Emailverkehr sind keine ausreichenden Belege für den Verwendungsnachweis.

Kann ich Ausgaben für Bewirtung und Verpflegung abrechnen?

Kosten für Bewirtungen sind im Rahmen des Förderprogramms TANZPAKT RECONNECT nicht förderfähig.

Wie rechne ich Versicherungen korrekt ab?

Versicherungen unterliegen sehr strengen Vorgaben. Freiwillige Versicherungen sind grundsätzlich nicht zuwendungsfähig.
Ausnahmen gibt es z.B. für eine Veranstaltungshaftpflicht- und für Versicherungen, die im Rahmen eines Mietverhältnisses Grundlage für die Möglichkeit des Mietens sind. Häufig ist dies bei Technikmiete der Fall. Diese Versicherungen sind zuwendungsfähig. Bitte kontaktieren Sie diesbezüglich DIEHL+RITTER im Vorfeld.

Wichtig! Wenn Sie Versicherungen im Finanzierungsplan kalkulieren, geben Sie immer in der Erläuterungsspalte der entsprechenden Kostenposition an, um welche Art von Versicherung es sich handelt, damit die Prüfung erleichtert wird.

Kann ich Kosten für Corona-Schutzmaßnahmen abrechnen?

Wenn Sie Ausgaben für Corona-Schutzmaßnahmen im Finanzierungsplan kalkulieren möchten, beachten Sie bitte, dass nur zuwendungsfähig ist, was den aktuellen Vorgaben des Bundes bzw. der Bundesländer entspricht.
Beachten Sie als Vorgabe für die Häufigkeit von Tests stets die von Ihrem Bundesland herausgegebenen Richtlinien, damit die Ausgaben zuwendungsfähig sind.

Kann ich Mahngebühren abrechnen?

Mahngebühren, Verzugszinsen, Vertragsstrafen, Bußgelder oder Trinkgelder können nicht geltend gemacht werden, da sie dem Grundsatz der wirtschaftlichen und sparsamen Haushaltsführung widersprechen.

Kann ich Telefonkosten abrechnen?

Im Fall der Benutzung eines privaten oder betrieblichen Festnetz- oder Handyanschlusses im Rahmen des geförderten Projekts sind weder die Grundgebühren noch die privaten Gespräche erstattungsfähig. Die projektbezogenen Gesprächskosten sind ausschließlich bei Vorlage eines entsprechend markierten Einzelgesprächsnachweises zuwendungsfähig.

Muss ich bestimmte Vorgaben beachten, wenn ich Aufträge vergebe?

Da Sie gemäß Nr. 1.1 der Allgemeinen Nebenbestimmungen zur Projektförderung (ANBest-P) an das Gebot der wirtschaftlichen und sparsamen Verwendung der Fördermittel gebunden sind, kann es unabhängig vom Betrag, den Sie ausgeben, notwendig sein, Preisvergleiche vorzunehmen.
Grundsätzlich gilt:

  • Direktaufträge können bis zu einem Auftragswert von 500,- € (netto) ohne Preisermittlung vergeben werden.
  • Bei einem Auftragswert von 500,- bis 1.000,- € (netto) ist ein Vergleich von drei Anbietern – formlos aber nachvollziehbar (Ausdruck Internet, Telefonvermerk, Screenshot, inkl. Begründung der Auswahl) – der Rechnung als Vergabevermerk beizufügen.
  • Bei einem Auftragswert von 1.000,- bis 25.000,- € (netto) sind der Rechnung drei schriftliche Angebote mit einer Begründung der Auswahl als Vergabevermerk beizufügen.
  • Bei Aufträgen über 25.000 € (netto) sind die Richtlinien die Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) zu beachten. Das bedeutet, dass der Auftrag erst nach einer öffentlichen Ausschreibung erfolgen darf.

Wichtig! Auch bei der Einstellung von Personal sind Vorgaben zu beachten. Die Veröffentlichung der Stellenausschreibung ist einer Begründung der Auswahl als Vergabevermerk beizufügen.

Was gehört in einen Vergabevermerk?

  • Leistungs- bzw. Artikelbeschreibung
  • Aufzählung der eingeholten Angebote
  • Begründung der Entscheidung
  • Preisermittlung, Angebote, Stellenausschreibung etc. beifügen

Wie gehe ich mit Gegenständen nach der Durchführung des Projektes um, die für das Projekt angeschafft wurden?

Wurden im Projektverlauf Gegenstände oder Rechte (z.B. Nutzungsrechte, Aufführungsrechte, Abbildungsrechte, Verwertungsrechte) mit einem Anschaffungswert von mehr als 800,00 € (netto) beschafft, muss dem Nachweis eine Inventarliste beigelegt werden, die folgende Angaben enthält:

  • Art und die Anzahl der Gegenstände oder Rechte
  • Tag der Anschaffung und
  • Anschaffungswert netto in Euro

Ist eine weitere Nutzung der Gegenstände, die der Inventarisierungspflicht unterliegen, beabsichtigt, kann ihre Übernahme schriftlich bei DIEHL+RITTER beantragt werden. In diesem Antrag muss die künftige Nutzung der zu inventarisierenden Gegenstände im Rahmen der Verstetigung von Strukturen, der Durchführung eines oder mehrerer sich anschließender konkreter kultureller Projekte und Maßnahmen erklärt werden. Bitte geben Sie das/die Folgeprojekt/e und den Verwendungszweck in ihrem Antrag an und laden Sie ihn im Online-Portal des Endverwendungsnachweises hoch.

Ansonsten ist der Gegenstand am Markt zu veräußern oder dem Projekt abzukaufen. Der Gewinn muss DIEHL+RITTER überwiesen werden.

Wie erfolgt die Zahlung der KSK-Abgabe?

Die Zahlung der Künstlersozialabgabe kann zwischenjährlich als auch jährlich direkt an die KSK gezahlt werden. Bitte wenden Sie sich zur Anmeldung bzw. zur Klärung des Abrechnungsmodus direkt an die KSK.

Die Zahlungen sind in Form einer Liste, die die Berechnung des Betrags der Abgabe aufschlüsselt und des Zahlungsbelegs zu dokumentieren. Die KSK-Zahlungsbestätigung ist mit ihrem Eingang ebenfalls abzulegen und auf Nachfrage bereitzustellen.

 

VERÖFFENTLICHUNGEN

Was muss ich bei der Presse und Öffentlichkeitsarbeit beachten?

Auf der Startseite des Internetauftritts des Förderprojekts sowie auf sämtlichen Publikationen wie z.B. Programmheften, Plakatwänden, Transparenten etc. sind die Logos von DIEHL+RITTER, von NEUSTART KULTUR sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gemeinsam mit folgender Formulierung zu veröffentlichen:

Unterstützt durch DIEHL+RITTER/TANZPAKT RECONNECT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz

Englisch:
Supported by DIEHL+RITTER/TANZPAKT RECONNECT, which is funded by the Federal Government Commissioner for Culture and the Media as part of the NEUSTART KULTUR initiative

Der Fördersatz mit allen drei Logos in der oben angegebenen Reihenfolge ist an gut sichtbarer Stelle zu platzieren.

Wo finde ich die Logos und wie verwende ich sie korrekt?

Die Logos wurden Ihnen mit Bestätigung der Förderung zur Verfügung gestellt. Sollten Sie diese nicht erhalten haben, schreiben Sie uns bitte eine Mail. Es ist zu beachten, dass die Logos nicht verzerrt, unproportional skaliert oder in ihrer Farbgebung verändert werden dürfen.

 

VERWENDUNGSNACHWEIS

Welche Unterlagen umfasst der Verwendungsnachweis?

Um die Verwendung der Fördergelder ordnungsgemäß nachzuweisen, ist der sogenannte Verwendungsnachweis anzufertigen.
Dieser umfasst immer folgende Unterlagen:

  • Sachbericht
  • Zahlenmäßiger Nachweis
  • Evaluierende Erfolgskontrolle
  • Publikationsnachweise in digitaler Form

Je nachdem, ob Sie entsprechende Positionen im Finanzierungsplan kalkuliert haben, sind zusätzlich einzureichen:

Der Verwendungsnachweis ist über das Online-Portal  einzureichen. Die Bestandteile des Verwendungsnachweises sind im Online-Formular enthalten. Die Vorlagen für den Verwendungsnachweis finden Sie hier sowie im Online-Formular.

Was ist ein Sachbericht und wie erstelle ich ihn?

Im Sachbericht ist die Verwendung der Förderung zu beschreiben und auf die wichtigsten Positionen des zahlenmäßigen Nachweises einzugehen. Ferner sind Notwendigkeit und Angemessenheit der geleisteten Arbeit zu erläutern. Der Sachbericht ist im Online-Formular inkludiert.
Für die Erfolgskontrolle sind im Sachbericht die Entwicklung des Projekts in seiner zeitlichen Folge sowie die erzielten Ergebnisse darzustellen. Dabei sind Erfolge und auch Schwierigkeiten bei der Projektdurchführung zu beschreiben. Die Erfolgskontrolle erfolgt über das von DIEHL+RITTER zur Verfügung stehende Online-Formular.

Was ist der zahlenmäßige Nachweis und wie erstelle ich ihn?

Im zahlenmäßigen Nachweis werden die von Ihnen ursprünglich kalkulierten Einnahmen und Ausgaben den tatsächlich angefallenen Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt. Dadurch weisen Sie nach, dass Sie wirtschaftlich und sparsam gearbeitet und die Gelder fristgerecht und zweckentsprechend verwendet haben. Machen Sie hier auch nachvollziehbar, falls es Abweichungen gab oder im Projekt Mehr- oder Minderausgaben angefallen sind. Die „Belegliste“ ist im zahlenmäßigen Nachweis integriert.

Im zahlenmäßigen Nachweis bitten wir die exakten Ausgaben einzutragen, die mit dem Einbehalt getätigt werden sollen. Im Feld „Datum“ bitten wir einzutragen „Einbehalt“.

Müssen die Belege eingereicht werden?

Für den Verwendungsnachweis ist eine Zusendung der Belege zunächst nicht erforderlich. Im Fall von Rückfragen oder im Zuge einer vertieften Prüfung können Rechnungsbelege, Kontoauszüge und entsprechende Vergabevermerke angefordert werden.

Wichtig! Bewahren Sie die Belege für mögliche Nachfragen mindestens 5 Jahre auf.

Wie weise ich unbare Leistungen nach?

Unbare Personalleistungen weisen Sie mit einem ausgefüllten Stundenzettel nach, der von der Person, die die Leistungen erbracht hat, im Original unterschrieben ist.

Unbar eingebrachte Objekte (z.B. ein Beamer) werden mit einem nachvollziehbaren Beleg für die Berechnungsgrundlage und einer Auflistung der Nutzungsdauer im Projekt nachgewiesen. Die Auflistung muss von der/dem Erbringer:in des Objekts im Original unterschrieben sein. Eine Berechnungsgrundlage und ein Beleg sind auch für weitere unbare Sachleistungen (z.B. Miete) vorzuweisen. Für die Kalkulation der Berechnungsgrundlage lesen Sie bitte die Sektion „unbare Eigenleistungen“ in diesem Merkblatt.

Wie reiche ich den Verwendungsnachweis ein?

Für die Einreichung der Unterlagen benutzen Sie bitte das Online-Portal.

Wann ist der Verwendungsnachweis einzureichen?

Der Endverwendungsnachweis muss zwei Monate nach Beendigung der Projektlaufzeit bei DIEHL+RITTER eingereicht werden.

Muss ich einen Zwischennachweis erstellen?

Sofern bereits im Jahr 2020 und 2021 Ausgaben getätigt wurden, ist bis zum 31.01.2022 ein Zwischennachweis mit Stichtag 31.12.2021 einzureichen. Hierbei handelt es sich um einen komprimierten, zahlenmäßigen Nachweis über die getätigten Einnahmen und Ausgaben mittels eines summarischen SOLL-/IST-Vergleichs aller Haupt- und Unterpositionen des Finanzierungsplans. Abweichungen von 20% der Hauptpositionen werden im Formular automatisch berechnet und müssen begründet werden. Der Zwischennachweis ist als offene Excel-Datei per Mail an reconnect at diehl-ritter dot de zu schicken.

Ein Sachbericht (max. 2 DINA4-Seiten) ist nur dann einzureichen, wenn Ihre Maßnahme bereits in der ersten Förderrunde gefördert wurde. Im Sachbericht schildern Sie kurz, was Sie bisher umsetzen konnten, und gehen auf die wichtigsten Positionen des zahlenmäßigen Nachweises ein. Etwaige Abweichungen werden erläutert und begründet.