Als Teil des „Hilfsprogramms Tanz“ zielt TANZPAKT RECONNECT auf die Stärkung von Strukturen, deren regelmäßiger Betrieb nicht überwiegend von der öffentlichen Hand finanziert wird. Hierbei wird auf die kontinuierliche Grundfinanzierung der Einrichtungen abgestellt; nicht dauerhafte öffentliche Projektförderungen bleiben unberücksichtigt.

TANZPAKT RECONNECT will in Referenz zu den Kriterien und Förderschwerpunkten von TANZPAKT Stadt-Land-Bund mit erleichterten Antragsvoraussetzungen den Tanz und dadurch die kulturelle Vielfalt in Deutschland fördern.

TANZPAKT RECONNECT richtet sich u.a. an etablierte professionelle Künstler*innen, Ensembles, Produktionsorte und Spielstätten der deutschen Tanzszene.

TANZPAKT RECONNECT versteht sich als Förderfonds, der Maßnahmen zur nachhaltigen Stärkung der Strukturen für professionelles Arbeiten im Tanz unterstützt.
Wesentlich für die Förderung ist die überzeugende Darstellung der Angemessenheit, Notwendigkeit und Wirksamkeit der eingereichten Maßnahmen. Die kulturpolitische Begleitung erfolgt durch den Dachverband Tanz Deutschland.

Eine Antragstellung ist ausschließlich elektronisch bei DIEHL+RITTER möglich. Die verbindlichen Antragsformulare sowie Hinweise zu Fristen und Verfahren finden Sie hier

Förderbereiche:

Förderung von Ensembles und Künstlerkooperativen

Gefördert werden der Aufbau und die Weiterentwicklung bestehender Arbeitsstrukturen und Aktivitätsfelder mit einer professionellen Produktionsstruktur und nationaler/internationaler Präsenz. Möglich sind Maßnahmen u.a. zur Verstärkung der Personalstruktur, Verbesserung der Produktions- und Trainingsbedingungen, Entwicklung neuer Vermittlungsprojekte, Anmietung von Proben- und Büroräumen sowie Ausstattung von Räumen und Technik.

Förderung von Produktionsstrukturen, Spielstätten und Theatern

Gefördert werden Maßnahmen, die national wie international agierenden und vernetzten Produktionszentren ermöglichen, ihre Organisation oder ihr Profil in spezifischen Arbeitsfeldern des Tanzes zu stärken, z.B. durch Entwicklung von neuen Programm- und Vermittlungsformaten, Ausbau von Managementstrukturen, Ausstattung von Räumen und Technik sowie die Ausweitung von internationalen Kooperationen.

Förderung kooperativer Tanzmaßnahmen

Gefördert werden städtische, regionale und bundesweite Kooperationen. Akteur*innen der Tanzszene – von der Ausbildung über Ensembles und Spielstätten bis hin zur Vermittlung und Wissenschaft sowie Kulturverwaltungen – vereinen ihre Expertise, um gemeinsam ihre Potentiale zur wesentlichen Stärkung des Tanzes einzusetzen.

Antragsteller*innen

Antragsberechtigt sind Künstler*innen, freie Ensembles und Kollektive mit einer professionellen Produktionsstruktur und nationaler/ internationaler Präsenz, Produktionszentren und -büros, Spielstätten, Festivals mit nationaler/internationaler Sichtbarkeit und Tanznetzwerke.

Folgende Ausgaben sind grundsätzlich förderfähig:

Maßnahmenbezogene Ausgaben z.B. zur Verstärkung der Personalstruktur, Verbesserung der Produktions- und Trainingsbedingungen, Entwicklung neuer Programm- und Vermittlungsformate, Anmietung von Proben- und Büroräumen, Ausstattung von Räumen, Technikanschaffungen und Ausgaben für Marketing, Ausbau von Managementstrukturen sowie die Ausweitung von internationalen Kooperationen.

Folgende Voraussetzungen müssen für eine Antragstellung erfüllt sein:

• Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen.
• Der/die Antragsteller*in muss seinen/ihren Sitz oder Wohnsitz (bei natürlichen Personen) in Deutschland haben.
• Der/die Antragsteller*in muss eine ordnungsgemäße Geschäftsführung gewährleisten können und in der Lage sein, die Verwendung der Fördermittel bestimmungsgemäß nachzuweisen.
• Die beantragte Maßnahme muss bis spätestens 31. Oktober 2021 abgeschlossen sein.
• Die beantragte Fördersumme sollte in der Regel mindestens 50.000 Euro betragen, dabei jedoch eine Höchstsumme von 250.000 Euro nicht übersteigen.
• Es müssen mindestens 10% Eigen- bzw. Drittmittel eingebracht werden. Die Eigenleistung kann durch zweckgebundene Zuwendungen Dritter, Eigenmittel sowie unbare Leistungen und Personalkosten (maximal 10.000 €), sofern sie in nachvollziehbarer Weise der Maßnahme zuzuordnen sind, erbracht werden.

Folgende Kriterien führen zum Ausschluss aus dem Antragsverfahren:

• Die Maßnahme hat bereits begonnen oder es wurden vorher Ausgaben dafür getätigt oder Verträge geschlossen. 
• Die Antragsfrist (15.09.2020, 24 Uhr) wurde versäumt. 
• Die Antragsunterlagen sind nicht vollständig.

Hinweis:

Das Programm tritt nicht für Leistungen ein, die i.d.R. durch andere staatlichen Hilfs- oder Fördermaßnahmen des Bundes oder der Länder zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie in Anspruch genommen werden können.
Soweit für eine Maßnahme neben der Förderung aus diesem Programm auch Fördermittel aus anderen – nicht im Zusammenhang mit Covid-19 stehenden – Programmen des Bundes in Anspruch genommen werden sollen, muss sichergestellt sein, dass die Förderungen unterschiedlichen Zwecken dienen und voneinander abgrenzbar sind.

Verfahren:

Der Förderantrag ist bis zum 15.09.2020, 24 Uhr ausschließlich per E-Mail an folgende Adresse einzureichen:
reconnect at diehl-ritter dot de

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung nach Möglichkeit frühzeitig ab, da es unmittelbar vor Fristende wegen der großen Häufung der Anträge zu einer Überlastung des Servers kommen kann.

Bitte fügen Sie dem Antrag folgende Unterlagen als PDF-Dateien bei:

• Scan der letzten Seite mit der Unterschrift des/der Antragsteller*in
• Beschreibung der Maßnahme (Langversion); max. 2 DIN A4 Seiten (siehe Punkt 5 des Antragsformulars)
Detaillierter Finanzierungsplan 
• Ggf. Handels-/Vereinsregisterauszug (möglichst nicht älter als 1 Jahr)
• Ggf. Vereinssatzung/Gesellschaftsvertrag/ Gründungsdokumente o.ä.
• Ggf. Nachweis über die Vertretungsberechtigung des/der Unterzeichner*in (falls nicht aus den anderen Dokumenten hervorgehend)

Eine unabhängige Fachjury entscheidet Ende Oktober über die eingegangenen Anträge.